{"id":515,"date":"2025-09-02T07:15:47","date_gmt":"2025-09-02T07:15:47","guid":{"rendered":"https:\/\/friedenskreis.de\/?p=515"},"modified":"2025-09-02T07:17:22","modified_gmt":"2025-09-02T07:17:22","slug":"50-000-000-tote-wann-wird-man-je-verstehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/friedenskreis.de\/?p=515","title":{"rendered":"50 000 000 Tote &#8211; Wann wird man je verstehen?"},"content":{"rendered":"\n<p>Lesung und Vortrag aus einem Antikriegsroman \u2013 mit G\u00fcnter Sehrbrock<\/p>\n\n\n\n<p>Havixbeck. \u201eKrieg darf es nicht mehr geben! Krieg bedeutet nur Tod, Blut und Schmerzen!\u201c Der Sonntagnachmittag wurde ein einziger leidenschaftlicher Appell! Der Friedenskreis an der Anne-Frank-Gesamtschule Havixbeck hatte aus Anlass des Anti-Kriegstages am 1. September G\u00fcnter Sehrbrock aus M\u00fcnster eingeladen. Da sa\u00df er nun \u2013 einen Tag vor <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"485\" src=\"https:\/\/friedenskreis.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250831_171547-1024x485.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-516\" srcset=\"https:\/\/friedenskreis.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250831_171547-1024x485.jpg 1024w, https:\/\/friedenskreis.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250831_171547-300x142.jpg 300w, https:\/\/friedenskreis.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250831_171547-768x363.jpg 768w, https:\/\/friedenskreis.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250831_171547-1536x727.jpg 1536w, https:\/\/friedenskreis.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20250831_171547-2048x969.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Lesung G\u00fcnter Sehrbrock: &quot;50 000 000&quot;  Anti-Kriegsroman 2. Weltkrieg  \/   2025 Havixbeck\" width=\"525\" height=\"295\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/ZWpxiBBAv1M?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>seinem 100. Geburtstag, sprach ber\u00fchrend und eindrucksvoll zu den rund 30 Zuh\u00f6rerinnen und Zuh\u00f6rern in der Schul- und Gemeindebibliothek, mal leise und nachdenklich, dann wieder kr\u00e4ftig und laut. Er hat den Krieg als junger Soldat selbst erlebt, hat seine schrecklichen Erfahrungen in seinem neuen Buch \u201e50 000 000\u201c einflie\u00dfen lassen. Insofern ist es ein authentisches Buch, wenn auch fiktional. G\u00fcnter Sehrbrock schilderte zu Beginn des Nachmittags lebendig sein bewegtes Leben. 13-mal sei er umgezogen. Beruflicher H\u00f6hepunkt war f\u00fcr ihn, als er als Architekt im Bayerischen Wald eine mittelalterliche Ruine ausgrub und diese f\u00fcr Besucher zug\u00e4nglich machte. Sehrbrock: \u201eDann kam der \u00dcberfall Russlands auf die Ukraine. Ich habe fest geglaubt, mein Leben w\u00fcrde im Frieden zu Ende gehen. Doch nun kamen wieder die Bilder, die Bilder aus meinem eigenen Soldatenleben, die Bilder aus der Ukraine, als ich dort als Wehrmachtssoldat war.\u201c Kurz musste G\u00fcnter Sehrbrock schlucken, konnte sein Ber\u00fchrtsein kaum verstecken. \u201eDa wusste ich, ich musste schreiben! Es war meine Pflicht! Alle sollen wissen, wie es ist, Soldat im Krieg zu sein, an der Front, in den Sch\u00fctzengr\u00e4ben!\u201c In der aktuellen Diskussion um den Krieg in der Ukraine werde viel zu viel \u00fcber Strategien und Waffenlieferungen geredet. Was er vermisse? \u201eKein einziges Wort \u00fcber die Soldaten in diesem Krieg!\u201c Mit Absicht h\u00e4tte er das Buch \u201esehr krass\u201c geschrieben, nichts gesch\u00f6nt, die Leser w\u00fcrden nicht geschont. Da werde auch heute von \u201eSchlachtfeldern\u201c gesprochen, vom \u201eBlutzoll\u201c, der bezahlt werden m\u00fcsse. Sehrbrock: \u201eDas ist kein einfaches Sterben an der Front! Nicht wie zuhause. Und vergessen wir nicht: Zu jedem toten Soldaten gibt es eine weinende Mutter. Das ist so furchtbar! Und nicht nur die ukrainischen M\u00fctter weinen um ihre S\u00f6hne, auch die russischen.\u201c Sein Traum: Viele Menschen, auch und besonders junge, sollten dieses Buch lesen. Er wolle aufr\u00fctteln, wachmachen: \u201eKrieg ist immer ein gro\u00dfes Morden!\u201c Andreas Raub, Begleiter und Mitarbeiter von G\u00fcnter Sehrbrock, las dann aus dem Buch. Beschrieben wird das Schicksal von f\u00fcnf jungen Menschen, Jugendliche, die froh und gl\u00fccklich waren, bis der Krieg ihnen das Leben nahm. Zum Beispiel Alexander Witte, der als Infanterist die Krim mit eroberte, dann seine letzten Kr\u00e4fte im H\u00e4userkampf von Stalingrad verlor, dort in russischer Kriegsgefangenschaft kam und schwer arbeiten musste und sich so sehr sehnte, nach Hause zu seinen Eltern und zu seiner Verlobten Irene zu kommen. Mit einem Viehwaggon ging es nach Jahren zur\u00fcck gegen Westen. Dort kam er nie an. Seine Kr\u00e4fte verlie\u00dfen ihn ganz zum Schluss. Einsam und verwirrt starb er auf dem Transport. Sein letztes Bild: Irene. Mit der Trompete verstand es Jonathan Wolter zum Schluss und immer wieder zwischendurch eine ruhige und nachdenkliche Atmosph\u00e4re zu erzeugen. \u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>B\u00fcrgermeister J\u00f6rn M\u00f6ltgen hatte zu Beginn den besonderen Gast herzlich begr\u00fc\u00dft. \u201eWir sind so froh, dass Sie nach Havixbeck gekommen sind \u2013 mit der wichtigen Botschaft: Krieg darf es nicht mehr geben!\u201c Auch Christa Degemann-Lickes, Vorsitzende des Friedenskreises, dankte G\u00fcnter Sehrbrock und endete mit einem Brecht-Zitat aus dem Jahr 1952: \u201eLasst uns das 1000mal Gesagte immer wieder sagen, damit es nicht einmal zu wenig gesagt wurde\u2026 Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"599\" src=\"http:\/\/friedenskreis.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sehrbrock-Buchtitel-1024x599.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-518\" srcset=\"https:\/\/friedenskreis.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sehrbrock-Buchtitel-1024x599.jpg 1024w, https:\/\/friedenskreis.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sehrbrock-Buchtitel-300x175.jpg 300w, https:\/\/friedenskreis.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sehrbrock-Buchtitel-768x449.jpg 768w, https:\/\/friedenskreis.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Sehrbrock-Buchtitel.jpg 1043w\" sizes=\"(max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Alle B\u00fccher, die die Buchhandlung Janning mitbrachte, wurden verkauft.<br>Weitere B\u00fccher sind in der Buchhandlung zu haben:&nbsp;<br>G\u00fcnter Sehrbrock: 50 000 000 \u2013 Antikriegsroman, Agenda-Verlag M\u00fcnster, 2023, 242 Seiten, 19.90 Euro.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n\n\n\n<p>Robert H\u00fclsbusch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lesung und Vortrag aus einem Antikriegsroman \u2013 mit G\u00fcnter Sehrbrock Havixbeck. \u201eKrieg darf es nicht mehr geben! 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